{"id":873,"date":"2021-07-01T23:49:32","date_gmt":"2021-07-01T20:49:32","guid":{"rendered":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/?post_type=ua-history&#038;p=873"},"modified":"2021-07-01T23:51:08","modified_gmt":"2021-07-01T20:51:08","slug":"getmany-ukrayiny","status":"publish","type":"ua-history","link":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/ua-history\/getmany-ukrayiny\/","title":{"rendered":"Hetmans der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der 116 Jahre seines Bestehens (1648-1764) hatte der ukrainische Hetman-Staat 17 Hetmans. Wir wollen sie alle beim Namen nennen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1.Bohdan Chmelnyzkyj (1648-1657)<\/strong><\/p>\n<p>Er f\u00fchrte die ukrainischen L\u00e4nder in den Jahren 1648-1657 in einen Befreiungskrieg gegen Rzeczpospolita. Er erkl\u00e4rte, dass sein Ziel die Befreiung des gesamten ukrainischen Volkes aus der polnischen Knechtschaft und die Vereinigung der ukrainischen L\u00e4nder zu einem unabh\u00e4ngigen Staat sei. Um dem Kampf gegen Rzeczpospolita und das Osmanische Reich standzuhalten, unterzeichnete er 1654 mit Moskau die Perejaslawler Vertr\u00e4ge, die der Ukraine milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung von Russland garantierten.<br \/>\nMit der Unterzeichnung dieses Vertrages sah der Hetman keine strategische Niederlage durch die &#8220;Umarmung&#8221; Moskaus voraus, das begann, die ukrainischen Gebiete als &#8220;sein Eigentum&#8221; zu betrachten, seine Woiwoden und seine Befehle durchzusetzen, seine Hetmans zu ernennen. Infolgedessen begann nach dem Tod von Bohdan Chmelnyzkyj eine 30-j\u00e4hrige &#8220;Ruine&#8221; (1657-1687) auf ukrainischen Gebieten. 10 Hetmans nach seinem Tod erfolglos versuchten, die Macht von Moskau loszuwerden.<\/p>\n<p><strong>2. Ivan Wyhovsky<\/strong><strong>j (1657-1659);<\/strong><\/p>\n<p>Wyhovskyj versuchte, ein Gegengewicht zu dem weit verbreiteten russischen Einfluss in der Ukraine nach dem Perejaslawler Vertrag im Jahre 1654 zu finden. Unter der Kriegsdrohung mit Russland, das sich auf die Seite der Anti-Hetman-Kr\u00e4fte stellte, schloss er 1658 den Vertrag von Hadjatsch mit Rzeczpospolita, wonach die kosakische Ukraine in das Gro\u00dff\u00fcrstentum Rus umgewandelt wurde &#8211; den dritten Bestandteil von Rzeczpospolita. Gem\u00e4\u00df dem Vertrag wurde er zum Hetman der ruthenischen Truppen und zum Obmann in Tschyhyryn ernannt. W\u00e4hrend des Kosaken-Moskau-Krieges in den Jahren 1658-1659 besiegte er mit Hilfe des Krim-Khans Mehmed IV. die Moskowiter in der Schlacht bei Konotop. Allerdings verlor er allm\u00e4hlich die Unterst\u00fctzung seines Gefolges wegen der Unzufriedenheit der Kosaken mit dem Vertrag von Hadjatsch.<\/p>\n<p><strong>3. Juras\u2019 (Jurij) Chmelnyzkyj (1659-1663)<\/strong><\/p>\n<p>Es gelang ihm, die Legitimit\u00e4t der so genannten &#8220;ehemaligen Artikel von Bogdan Chmelnizkij&#8221; wiederherzustellen, die eine Genehmigung des Hetmans durch Zarenbeschluss vorsahen und ihm das Recht auf diplomatische Beziehungen mit ausl\u00e4ndischen Staaten entzogen. Jurij ging nach der Niederlage bei Slobodyschtsche auf die Seite von Rzeczpospolita \u00fcber, die Moskauer Armee war gezwungen, bei Chudnow zu kapitulieren.<br \/>\nAm 27. Oktober 1660 schloss er mit Rzeczpospolita den sog. &#8220;Vertrag von Slobodyschtsche&#8221;, der den Zusammenschluss mit Moskau brach, den Perejaslawler Vertrag aufhob, den Zusammenschluss mit Rzeczpospolita wiederherstellte und die Autonomie der Ukraine garantierte, die verpflichtet war, zusammen mit der polnisch-litauischen Armee gegen das Moskauer Reich zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>4. Pawlo Teterja, Hetman der rechtsufrigen Ukraine (1663-1665);<\/strong><\/p>\n<p>Teterja stellte dem K\u00f6nig mehrere Forderungen, insbesondere: die Privilegien und die W\u00fcrde der Kosaken zu respektieren, Iwan Bogun und die gefangenen Kosaken\u00e4ltesten freizulassen; die orthodoxen Kirchen, die von den Unierten beschlagnahmt worden waren, zur\u00fcckzugeben; unabh\u00e4ngige diplomatische Beziehungen mit Moldawien und der Walachei zuzulassen; Friedensverhandlungen zwischen \u00a0Rzeczpospolita \u00a0und Russland zu beginnen, von Moskau die Freilassung der gefangenen Kosaken\u00e4ltesten zu verlangen; einen Feldzug am linken Ufer vorzubereiten; die Unterst\u00fctzung der Krim- und Budschak-Tataren zu garantieren. Alle Anforderungen, au\u00dfer der Kirche, wurden erf\u00fcllt.<br \/>\nIn den Jahren 1663-1665 nahm er als Hetman der Rechtsufer-Ukraine am Feldzug von Johann II. Kasimir auf dem linken Ufer teil und half dann den Polen unter der F\u00fchrung von Stefan Czarniecki\u00a0und den Tataren im Kampf gegen die Kosaken-Bauernaufst\u00e4nde auf dem rechten Ufer.<\/p>\n<p><strong>5. Iwan Brjuchowezkyj \u2013 der erste Hetman der linksufrigen Ukraine (1663-1668);<\/strong><\/p>\n<p>In den Jahren 1664-1665 versuchte er erfolglos, die Kosakenregimenter des rechten Ufers unter der F\u00fchrung von Pawlo Teterja und Petro Doroschenko zu bezwingen. Zur Eind\u00e4mmung der inneren Opposition nutzte er aktiv die zaristische Regierung. 1665 besuchte er als erster Hetman Moskau, wo er die Moskauer Artikel unterzeichnete, die die Selbstverwaltung des Hetmanats stark einschr\u00e4nkten. Die Umsetzung dieser Artikel in der Kosaken-Ukraine f\u00fchrte zu einem starken R\u00fcckgang der Autorit\u00e4t des Hetmans. Negativ bewertete er den Vertrag\u00a0von Andrussowe, der zwischen Polen und Moskau geschlossen worden war und den Kosakenstaat am Dnipro aufteilte.<br \/>\nIm Januar 1668 brach er offen mit dem Moskauer Reich, forderte die Vereinigung mit dem Rechten Ufer und schickte eine Botschaft an das Osmanische Reich mit der Bitte, die Kosaken unter den Schutz des Sultans zu stellen. Zur gleichen Zeit, schloss er ein B\u00fcndnis mit dem Krim-Khanat und, zusammen mit den Tataren, gegen die Armee von Moskau Grigori Romodanowski.<\/p>\n<p><strong>6. Stepan Opara, Hetman der rechtsufrigen Ukraine (1665);<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Aufstandes gegen Pawlo Teterja im Juni 1665 hat er mit Hilfe der Tataren Uman ergriffen und im Juni 1665, gegen Doroschenko, hat sich Hetman der\u00a0rechtsufrigen Ukraine proklamiert. Er versuchte, mit Iwan Sirko und Wassyl Drozdenko einen Vertrag \u00fcber den gemeinsamen Kampf gegen das Krim-Khanat und die Rzeczpospolita zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>7. Petro Doroschenko (1665-1676);<\/strong><\/p>\n<p>In dem Bem\u00fchen, die innere Situation der rechtsufrigen Ukraine zu stabilisieren, f\u00fchrte Doroschenko, unterst\u00fctzt durch den Kiewer Metropoliten Jossyf Tukalskyj, eine Reihe von Reformen durch. Um sich von der Abh\u00e4ngigkeit von den kosakischen Unteroffizieren zu befreien, schuf er eine regul\u00e4re Armee von zwanzigtausend angeworbenen M\u00e4nnern (\u201eSerdjuky\u201c und \u201eKompanijzi\u201c), die sich durch pers\u00f6nliche Loyalit\u00e4t zum Hetman auszeichneten. Um das Finanzsystem von Hetmanat zu st\u00e4rken, errichtete Doroschenko an der ukrainischen Grenze eine neue Zolllinie und begann, eigene M\u00fcnzen zu pr\u00e4gen. Um die Unterst\u00fctzung der Massen zu gewinnen, berief Doroschenko oft Kosakenr\u00e4te ein, wo er sich die Meinungen der einfachen Kosaken und B\u00fcrgerlichen anh\u00f6rte.<br \/>\nDas strategische Ziel der Innen- und Au\u00dfenpolitik von Doroschenko war es, die linke und rechte Seite der Ukraine unter seiner Herrschaft zu vereinen. Nach der Unterzeichnung des Vertrags von Andrussowe zwischen Moskau und Rzeczpospolita im Jahre 1667, dessen Bedingungen die staatlichen Interessen der Ukraine absolut missachteten, beschloss Doroschenko, das Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit dem Krim-Khanat zu schlie\u00dfen und sich unter das politische Protektorat des Osmanischen Reiches zu begeben.<\/p>\n<p><strong>8. Petro Suchowienko, Koschowyj Hetman (Hetman des Heerlagers) (1668-1669);<\/strong><\/p>\n<p>Am 7. Oktober 1668 ver\u00f6ffentlichte Hetman Suchowienko einen allgemeinen Universal f\u00fcr das gesamte ukrainische Volk, der zu einem der am besten dokumentierten, \u00fcberzeugenden Beweise f\u00fcr die patriotischen Absichten der damaligen Kosaken\u00e4ltesten wurde, die im Laufe des Befreiungskampfes gewonnene nationale Staatlichkeit zu erhalten. Er ordnete an, ihn an alle ukrainischen Regiments- und Sotnja-St\u00e4dte und St\u00e4dtchen zu schicken, &#8220;um vor allen geehrt zu werden&#8221;. Doch trotz Suchowienkos \u00fcberzeugender Argumente wurden seine Aufrufe zur Einheit von den meisten der Kosaken\u00e4ltesten ignoriert \u2013 im folgenden Jahr kam ein anderer Hetman in die rechtsufrige Ukraine.<\/p>\n<p><strong>9. Demjan Mnohohrischnyj \u2013 Hetman der linksufrigen Ukraine (1668-1672);<\/strong><\/p>\n<p>1668 nahm Mnohohrischnyj\u00a0als Gegner des Vertrags von Andrussowe am Anti-Moskau-Aufstand teil, der unter der F\u00fchrung von Iwan Brjuchowezkyj begann. Er unterst\u00fctzte die Politik von Hetman Doroschenko. Im Jahre 1668 ernannte Petro Doroschenko Demjan Mnohohrischnyj zum Hetman der linksufrigen Ukraine, da er selbst gezwungen war, in die rechtsufrige Ukraine zur\u00fcckzukehren. Die Offensive der Moskauer Truppen unter der F\u00fchrung von Romodanovskyj auf Siwerschtschina (auf Nischyn und Tschernihiw), fehlende milit\u00e4rische Hilfe von Doroshenko, starke Garnison in Moskauer St\u00e4dten, Druck vom pro-moskauischen Teil der kleinen Kosaken\u00e4ltesten und orthodoxen Geistlichen zwangen Demjan Mnohohrischnyj, Verhandlungen mit der Zarenregierung aufzunehmen. Zu jener Zeit, am 17. Dezember 1668, wurde er auf dem Rat von Starschyn (Kosaken\u00e4ltesten) in Nowhorod-Siwerskyj zum &#8220;Siwerskyj Hetman&#8221; gew\u00e4hlt. Die Verhandlungen zwischen der Moskauer Regierung und Mnohohrischnyj endeten mit der Unterzeichnung des Vertrags von\u00a0Hluchiw im Jahre 1669.<\/p>\n<p><strong>\u00a010. <\/strong><strong>Mychajlo Chanenko, Hetman\u00a0der\u00a0rechtsufrigen Ukraine (1669-1674);<\/strong><\/p>\n<p>In seiner Politik st\u00fctzte er sich auf die Rzeczpospolita und am 2. September 1670 schloss er mit den Delegierten der Rzeczpospolita (Stanislaw Benevskyj und Stefan Pisochynskyj) in Ostrog einen Vertrag ab, auf dessen Grundlage die Rzeczpospolita Chanenko als Hetman des Rechten Ufers anerkannte und er sich bereit erkl\u00e4rte, sich der Krone der Rzeczpospolita unter den Bedingungen der Autonomie nur f\u00fcr die Kosakenschicht zu unterwerfen. Zur gleichen Zeit f\u00fchrte Chanenko einen Schriftverkehr mit Moskauer Beamten.<br \/>\nIm Krieg mit Petro Doroschenko erlitt Mychajlo Chanenko mehrere Niederlagen, insbesondere gelang es ihm nicht, Kalnyk und Tschyhyryn einzunehmen. Nach dem Einmarsch der Sultansarmee, der Besetzung von Podolien und Vertrag von Buczacz\u00a0 durch diese im Jahre 1672 floh Chanenko mit einigen Familienmitgliedern nach Rzeczpospolita, und fast alle seine Anh\u00e4nger gingen auf die Seite von Doroschenko und den Osmanen \u00fcber. Im Fr\u00fchjahr 1673 erneuerte Rzeczpospolita den Kampf um das rechte Ufer. Chanenko erschien hier im April, wieder gingen zu ihm Tausende von Kosaken, die von Doroschenko ver\u00e4rgert waren. Aber am 11. September 1673 besiegte Doroschenko unter den Mauern des\u00a0Kiewer H\u00f6hlenklosters Mychajlo Chanenko.<\/p>\n<p><strong>11. Iwan Samojlowytsch<\/strong><strong> (1672-1687);<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahre 1674 begann Samojlowytsch den Krieg mit Doroschenko und in Perejaslaw haben Doroschenkos Gegner ihn zum Hetman der Rechts-Ukraine ausgerufen. Samojlowytsch f\u00fchrte st\u00e4ndig Kriege gegen T\u00fcrken und Tataren um das rechte Ufer. Nachdem er 1679 Jurij Chmelnyzkyj vom linken Ufer verdr\u00e4ngt hatte, begann Samojlowytsch, den Willen Moskaus erf\u00fcllend, St\u00e4dte und D\u00f6rfer am rechten Ufer zu zerst\u00f6ren und den Rest der Bev\u00f6lkerung am linken Ufer \u2013 in der\u00a0Sloboda-Ukraine\u00a0\u2013 anzusiedeln. Diese Umsiedlung (Deportation) wurde von Feuer und Schwert begleitet. Aber Samojlowytsch schloss die Idee einer Wiedervereinigung der Ukraine nicht aus und unterst\u00fctzte daher den &#8220;ewigen&#8221; Frieden zwischen Polen und Moskau 1686 nicht sowie schlug vor, Podolien, Wolhynien, Podlachien und die gesamte Rote Rus an Moskau anzuschlie\u00dfen. Es sei angemerkt, dass Samojlowytsch in der Ukraine wegen seiner Arroganz und seiner unstillbaren Gier nicht respektiert wurde.<\/p>\n<p><strong>12. Iwan Masepa (1687-1709);<\/strong><\/p>\n<p>Masepa war Vorsitzender des Kosakenstaates am linken Ufer (1687-1704) und der gesamten Prydniprowska Ukraine (Dnipro-Ukraine) (1704-1709). F\u00fcrst des Heiligen R\u00f6mischen Reiches (1707-1709).<br \/>\nMasepa hat einen gro\u00dfen Beitrag zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des linken Ufers geleistet. Unter der Schirmherrschaft des Moskauer Zaren Peter I. verfolgte er einen Kurs der Wiederherstellung des Kosakenstaates mit den Grenzen der Chmelnyzkyj-Zeit. Er begann, im Voraus an die Zukunft der Ukraine zu denken, die nicht mit Moskau verbunden ist. Sein Hauptziel war eine unabh\u00e4ngige souver\u00e4ne Ukraine. Im Jahre 1705 entwickelte er das Programm-Minimum \u00e4hnlich wie Vertrag von Hadjatsch von 1658: Abtrennung des Hetmanats von Moskau, Schaffung eines F\u00fcrstentums mit Ministeramt, Schatzkammer und sogar M\u00fcnzen.<br \/>\nKommandeur des St. Andreas-Ordens (1700) und des Wei\u00dfen Adlers (1705). Lange Zeit unterst\u00fctzte er formell das Moskauer K\u00f6nigreich im Nordischen Krieg mit dem Schwedischen Reich, schlug sich aber 1708 auf die Seite der Schweden. Nach der Niederlage bei Poltawa war er gezwungen, in das F\u00fcrstentum Moldawien zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>13. Iwan Skoropadskyj (1708-1722);<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem \u00dcberlaufen von Masepa ins Lager Karls XII. wurde Skoropadskyj im November 1708 auf dem Konzil in Hluchiw fast einstimmig zum Hetman gew\u00e4hlt. Peter I. bereitete die vollst\u00e4ndige Angliederung der Ukraine an Russland vor und fand im Angesicht von Skoropadskyj einen zuverl\u00e4ssigen Helfer. Indem er die ukrainischen L\u00e4ndereien gro\u00dfz\u00fcgig an die Russen verschenkte, gab er nicht nur Menschikow riesige L\u00e4ndereien im Gebiet, das dem Starodubskyj-Regiment unterstellt war, sondern erlaubte ihm auch eine falsche (f\u00fcr &#8220;Seine Durchlaucht&#8221; vorteilhafte) Abgrenzung, machte ihm aber auch hundert Kosaken untertan. Charakterschwach und auf pers\u00f6nliche Vorteile bedacht, versuchte Skoropadskyj im Allgemeinen, den zaristischen Tieren zu gefallen. Im Jahr 1722 beschloss Peter, die Selbstverwaltung der Ukraine endg\u00fcltig abzuschaffen. Er schuf das &#8220;Kleine Russische Kollegium&#8221;, mit dessen Gr\u00fcndung Skoropadskyj fast vollst\u00e4ndig entmachtet wurde. Hetman konnte diesem letzten Schlag nicht standhalten und starb im Juli 1722.<\/p>\n<p><strong>14. Pylyp Orlyk, Hetman im Exil (1710-1742);<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Tod von Masepa w\u00e4hlten die Anh\u00e4nger, die in der T\u00fcrkei festsa\u00dfen, in Opposition zu Skoropadskyj, der von Peter zum Hetman in der Ukraine ernannt worden war, Pylyp Orlyk zum Hetman. 1710 schloss Orlik mit den Kosaken ein Abkommen \u00fcber &#8221; Rechtsb\u00fcndnisse und Statuten der Gesetze und Freiheiten des Saporoger Kosakenheeres&#8221;, das faktisch die erste demokratische Verfassung der Ukraine wurde.<br \/>\nSp\u00e4ter ging Orlyk im B\u00fcndnis mit dem Krim-Khan in die Ukraine, besiegte eine Armee, die Skoropadskyj gegen ihn schicken musste, und appellierte an Skoropadskyj, die Bem\u00fchungen um die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen ukrainischen Staates zu vereinen. Aber der Khan verletzte pl\u00f6tzlich (wie schon zu Zeiten von Chmelnyzkyj und Doroschenko) die Vereinbarung und kehrte um. Auch die polnische Armee verlie\u00df ihn. Orlyk versuchte, wenigstens das rechte Ufer zu verteidigen, aber die polnische Kronarmee besiegte seine Kosaken. Danach war er gezwungen, auf Einladung von Karl XII. nach Schweden zu fahren. Aber er h\u00f6rte nicht auf, Unterst\u00fctzung in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu suchen, warf wiederholt die Frage der Unterst\u00fctzung bei der Wiederherstellung der ukrainischen Staatlichkeit auf, bombardierte weiterhin die franz\u00f6sischen, polnischen, schwedischen und osmanischen Politiker mit Manifesten \u00fcber das Schicksal der Ukraine und plante gemeinsam mit seinem Sohn Grygorij Schritte zur Befreiung des Heimatlandes vom Joch Moskaus.<\/p>\n<p><strong>15. Pawlo Polubotok<\/strong><strong>,<\/strong> <strong>Hetman\u00a0der\u00a0linksufrigen Ukraine (1722-1724);<\/strong><\/p>\n<p>Er reichte eine Petition ein, in der er die Abschaffung des Kollegiums und dessen Ersetzung durch ein &#8220;allgemeines Gericht aus sieben Personen&#8221; sowie die &#8220;unverletzliche Aufrechterhaltung der Gerichte, Rechte und Freiheiten der Kosaken&#8221; forderte. Genervt schickte Peter I. Rumjantsev in die Ukraine, um die Echtheit der Petitionen zu untersuchen. Zur gleichen Zeit befahl der Zar, Polubotok und seine Anh\u00e4nger zu verhaften und in der Peter-und-Paul-Festung einzusperren. Polubotok bat Peter I. um &#8220;Barmherzigkeit f\u00fcr sein Land, das durch Steuern und alle Arten von Unterdr\u00fcckung bedr\u00e4ngt wird&#8221;. Aber Peter nannte Polubotok und seine Kameraden &#8220;Verr\u00e4ter und Treubrecher&#8221; und gab sie f\u00fcr Gerichtsverfahren und Folter im geheimen B\u00fcro auf. Dort wurden sie 4 Monate lang gefoltert und zu lebenslanger Haft und Beschlagnahmung des gesamten Eigentums verurteilt.<\/p>\n<p><strong>16. Danylo Apostol<\/strong><strong> (1727-1734);<\/strong><\/p>\n<p>Hetman konzentrierte seine Bem\u00fchungen auf die Ausarbeitung des inneren Lebens der Ukraine, die St\u00e4rkung und Erweiterung der Autonomie und allgemein alle Elemente der Selbstverwaltung, beginnend mit der Judikative. Als Antwort auf die Petition an den russischen Zaren Peter I. mit der Bitte um die Erweiterung der Autonomie der saporishen Hostien erhielt er von ihm &#8220;entscheidende Punkte&#8221;, die die Selbstverwaltung der Kosaken einschr\u00e4nkten. Er regierte das Land unter der Aufsicht des russischen Residenten und gleichzeitig f\u00fchrte Verwaltungs-, Justiz- und Landreformen durch.<br \/>\nIm Jahre 1730 unterzeichnete Danylo Apostol die Verordnung \u00fcber die Pr\u00fcfung der F\u00e4lle in den Gerichten und die \u00dcberpr\u00fcfung der Gerichtsurteile und verpflichtete die Juristen zum gr\u00fcndlicheren Studium des Gewohnheitsrechts und verschiedener Quellen (&#8220;Litauische Statuten&#8221;, &#8220;S\u00e4chsisches Recht&#8221; u.a.). Es wurde auch eine allgemeine Untersuchung \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Eigentums an den L\u00e4ndereien durchgef\u00fchrt, um Ordnung in die Nutzung des Landeigentums und in die Wirtschaft zu bringen.<\/p>\n<p><strong>17. Kyrylo Rosumowskyj (1750-1764);<\/strong><\/p>\n<p>Kyrylo Rosumowskyj versuchte, das Hetmanat auf europ\u00e4ische Weise zu rekonstruieren. Unter der Leitung von Kyrylo Rosumowskyj wurde Hetmanschtschyna (Hetmanat) in Bezirke eingeteilt und das System der Adelsgerichte eingef\u00fchrt. Unter dem Druck des Hetmans wurde das Dekret des Zaren vom 13. Januar 1752 \u00fcber das Verbot der Ausbreitung der &#8220;Leibeigenschaft&#8221; auf die Ukrainer erlassen.<br \/>\nEs war verboten, Ukrainer, mit Ausnahme von Kriminellen, ohne Erlaubnis des Hetmans zu verhaften. Um die festgelegten Regeln aufrechtzuerhalten und Verst\u00f6\u00dfe gegen das Dekret zu verhindern, f\u00fchrte Rosumowskyj an seinem Hof eine spezielle Kanzlei f\u00fcr die Entgegennahme von Briefen, Beschwerden, Bitten und Dokumenten aus der Bev\u00f6lkerung ein, was ein qualitativ wichtiger Schritt zur Verhinderung von Missbr\u00e4uchen durch Kosaken\u00e4lteste und die zaristische Verwaltung war und zur St\u00e4rkung der autokratischen Macht des Hetmans beitrug. Au\u00dferdem legte Rosumowskyj selbst Zollgeb\u00fchren fest und schickte keinen Bericht nach St. Petersburg. Er begann, die Armee zu reformieren und f\u00fchrte Uniformen &#8211; blaue Uniformen &#8211; bei den Regimentern ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kozaku.in.ua\/getmanu\/\">https:\/\/kozaku.in.ua\/getmanu\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/uk.wikipedia.org\/wiki\/\u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0441\u044c\u043a\u0456_\u0433\u0435\u0442\u044c\u043c\u0430\u043d\u0438_\u0456_\u043a\u043e\u0448\u043e\u0432\u0456_\u043e\u0442\u0430\u043c\u0430\u043d\u0438\">https:\/\/uk.wikipedia.org\/wiki\/\u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0441\u044c\u043a\u0456_\u0433\u0435\u0442\u044c\u043c\u0430\u043d\u0438_\u0456_\u043a\u043e\u0448\u043e\u0432\u0456_\u043e\u0442\u0430\u043c\u0430\u043d\u0438<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/ukraienavidgetmaniv\/ukraienski-getmani\">https:\/\/sites.google.com\/site\/ukraienavidgetmaniv\/ukraienski-getmani<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.museumsun.org\/person\/3\/\">https:\/\/www.museumsun.org\/person\/3\/<\/a><\/p>","protected":false},"featured_media":874,"template":"","ua_history_cat":[25],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ua-history\/873"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ua-history"}],"about":[{"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ua-history"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ua_history_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/ukraine-forum.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ua_history_cat?post=873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}